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Perspektiven · Themen · Reflexionen

Denken,
das bewegt.

Fachliche Einblicke zu Kompetenzentwicklung, Veränderung, Führung und Organisation – aus der Beratungspraxis für die Praxis.

Thema:

Selbsttest: Welche inneren Antreiber prägen Sie?

Fünf Antreiber, 50 Aussagen, sofortige Auswertung mit Profil und Radar. Interaktiv im Browser.

Selbsttest

Innere Antreiber

Fünf Antreiber erkennen, Potenziale nutzen, Fallstricke vermeiden

Innere Antreiber sind früh erlernte, meist unbewusste Leitsätze, die unser Verhalten unter Druck steuern. Jeder Antreiber trägt ein Potenzial und einen Fallstrick in sich. Wer die eigenen Antreiber kennt, kann bewusster führen, zusammenarbeiten und mit Unterschieden umgehen. Bewerten Sie die 50 Aussagen spontan und ehrlich, bezogen auf Ihr aktuelles Berufsleben. Die Auswertung entsteht live.

Sei perfekt!
»Es ist nie gut genug.«
Potenzial konkret, präzise, zuverlässig, planvoll, geht ins Detail, hält den Fokus
Fallstrick bleibt oft theoretisch, umständlich, verpasst Termine, überplant, pedantisch, empfindlich gegenüber Fehlern und Kritik
Bedürfnis Struktur, Genauigkeit, Anerkennung für Leistung
Mach schnell!
»Ich werde sonst nie fertig.«
Potenzial hohes Pensum, dynamisierend, begeistert andere, überblickt das Ganze, initiiert
Fallstrick ignoriert Details, unkonzentriert, übernimmt sich, oberflächlich, vorschnell, ungeduldig
Bedürfnis Aktion, Ergebnisse, Einfachheit, Herausforderung
Streng dich an!
»Ohne Fleiß kein Preis.«
Potenzial zuverlässig, beharrlich, ausdauernd, pflichtbewusst, bleibt am Ball
Fallstrick selbstausbeutend, delegiert ungern, humorlos, lädt sich zu viel auf, feiert Erfolge nicht
Bedürfnis Leistung, Fleiß, Anerkennung für Anstrengung
Mach es allen recht!
»Wenn ich Nein sage, werde ich abgelehnt.«
Potenzial sozial kompetent, teamfähig, hilfsbereit, integrativ, ausgleichend
Fallstrick konfliktscheu, grenzt sich schwer ab, vermeidet Kritik, harmoniesüchtig, verunsichert von Dominanz
Bedürfnis Bestätigung, Anerkennung als Person, Harmonie
Sei stark!
»Gefühle zeigt man nicht, sie machen schwach.«
Potenzial konsequent, bietet Halt, krisensicher, durchsetzungsstark, unabhängig
Fallstrick Einzelgängertum, autoritär, vermeidet Nähe, bittet nicht um Hilfe, unterdrückt Gefühle, rechthaberisch
Bedürfnis Selbstbehauptung, Anerkennung für Positionierung

Fragebogen

Tippen oder klicken Sie je Aussage einen Wert an.
0 gar nicht1 eher nicht2 neutral3 eher4 voll und ganz
1Ich mache meine Arbeit immer gründlich und genau.
2Ich fühle mich verantwortlich, dass diejenigen, die mit mir zu tun haben, sich wohlfühlen.
3Ich bin ständig auf Trab.
4Für mich gilt: „Wer rastet, der rostet.“
5Ich fordere mich und andere und handle konsequent.
6Ich gebrauche oft den Satz: „Es ist schwer, das genau auf den Punkt zu bringen.“
7Ich investiere oft mehr Zeit in den Kontakt mit anderen, als nötig wäre.
8Ich habe Mühe, Menschen zu akzeptieren, die ungenau und schwammig in ihren Aussagen sind.
9Es fällt mir schwer, Gefühle zu zeigen und mich auf die von anderen einzulassen.
10Mein Motto lautet: „Nur nicht locker lassen.“
11Wenn ich eine Meinung äußere, begründe ich sie auch.
12Die Wünsche, die ich habe, erfülle ich mir schnell.
13Ich liefere eine Ausarbeitung erst ab, wenn ich sie mehrfach geprüft habe.
14Menschen, die „herumtrödeln“, regen mich auf.
15Ich finde es wichtig, dass andere mich akzeptieren.
16Ich bin der Typ „raue Schale, weicher Kern“.
17Ich versuche oft herauszufinden, was andere von mir erwarten, um mich danach zu richten.
18Ich kann Menschen, die unbekümmert in den Tag hineinleben, schwer verstehen.
19Bei Diskussionen unterbreche ich mein Gegenüber oft.
20Ich löse meine Probleme selber.
21Aufgaben erledige ich möglichst rasch.
22Im Umgang mit anderen bin ich auch auf professionelle Distanz bedacht.
23Ich sollte viele Aufgaben in noch höherer Qualität erledigen.
24Ich kümmere mich persönlich um alle Details einer Aufgabe.
25Erfolge fallen nicht vom Himmel. Man muss sie mit Fleiß und Ausdauer erarbeiten.
26Für unselbstständiges Verhalten habe ich wenig Verständnis.
27Ich schätze es, wenn meine Fragen kurz und knapp beantwortet werden.
28Es ist mir wichtig zu erfahren, ob ich meine Sache richtig gemacht habe.
29Wenn ich eine Sache angefangen habe, führe ich sie auch zu Ende.
30Ich achte stark auf die Bedürfnisse anderer und stelle meine eigenen gern zurück.
31Ich bin anderen gegenüber oft hart, um nicht verletzt zu werden oder mich durchzusetzen.
32Ich trommele oft ungeduldig mit den Fingern oder zeige andere ungeduldige Gesten.
33Beim Erklären nutze ich gern klare Aufzählungen: erstens, zweitens, drittens.
34Ich glaube, dass die meisten Dinge nicht so einfach sind, wie viele meinen.
35Es ist mir unangenehm, andere Menschen zu kritisieren.
36Bei Diskussionen nicke ich häufig, um Aufmerksamkeit und Zustimmung zu signalisieren.
37Ich strenge mich an, um Ziele zu erreichen.
38Mein Auftreten und Gesichtsausdruck wirken oft eher ernst oder formal.
39Ich werde oft schnell nervös.
40So schnell kann mich nichts erschüttern.
41Meine Probleme gehen andere nichts an.
42Ich sage oft: „Tempo, das muss schneller gehen.“
43Ich nutze oft Wörter wie „genau“, „exakt“, „korrekt“ oder „logisch“.
44Ich sage oft: „Das verstehe ich noch nicht“ und hinterfrage Aufgaben gezielt.
45Ich frage lieber: „Könnten Sie es einmal versuchen?“, als zu sagen: „Machen Sie das jetzt!“.
46Ich bin diplomatisch.
47Ich versuche, die an mich gestellten Erwartungen zu übertreffen.
48Mehrere Tätigkeiten gleichzeitig zu erledigen, halte ich für effizient und unproblematisch.
49Meine Devise lautet oft: „Zähne zusammenbeißen und durch.“
50Trotz enormer Anstrengung gelingt mir vieles nicht vollends zufriedenstellend.

Ihr Profil

Die fünf Summen (0 bis 40 je Antreiber) und das Radar bilden sich automatisch aus Ihren Eingaben.
Sei perfekt
0
Mach schnell
0
Streng dich an
0
Mach es allen recht
0
Sei stark
0
Sei perfektMach schnellStreng dich anMach es allen rechtSei stark

Die fünf Antreiber im Profil

AntreiberPotenzialFallstrickBedürfnisGlaubenssatz
Sei perfekt!konkret, präzise, zuverlässig, planvoll, geht ins Detail, hält den Fokusbleibt oft theoretisch, umständlich, verpasst Termine, überplant, pedantisch, empfindlich gegenüber Fehlern und KritikStruktur, Genauigkeit, Anerkennung für Leistung»Es ist nie gut genug.«
Mach schnell!hohes Pensum, dynamisierend, begeistert andere, überblickt das Ganze, initiiertignoriert Details, unkonzentriert, übernimmt sich, oberflächlich, vorschnell, ungeduldigAktion, Ergebnisse, Einfachheit, Herausforderung»Ich werde sonst nie fertig.«
Streng dich an!zuverlässig, beharrlich, ausdauernd, pflichtbewusst, bleibt am Ballselbstausbeutend, delegiert ungern, humorlos, lädt sich zu viel auf, feiert Erfolge nichtLeistung, Fleiß, Anerkennung für Anstrengung»Ohne Fleiß kein Preis.«
Mach es allen recht!sozial kompetent, teamfähig, hilfsbereit, integrativ, ausgleichendkonfliktscheu, grenzt sich schwer ab, vermeidet Kritik, harmoniesüchtig, verunsichert von DominanzBestätigung, Anerkennung als Person, Harmonie»Wenn ich Nein sage, werde ich abgelehnt.«
Sei stark!konsequent, bietet Halt, krisensicher, durchsetzungsstark, unabhängigEinzelgängertum, autoritär, vermeidet Nähe, bittet nicht um Hilfe, unterdrückt Gefühle, rechthaberischSelbstbehauptung, Anerkennung für Positionierung»Gefühle zeigt man nicht, sie machen schwach.«

Fragen zur Selbstreflexion

  • Wie bewerten Sie Ihre Ergebnisse und woran machen Sie die Bewertung fest?
  • Was sagen andere über Sie?
  • Welche Chancen und Risiken bestehen bei Ihren stärksten Antreibern?
  • Welche Antreiber können sich gegenseitig in Schwierigkeiten bringen?
  • Wie wirkt Verhalten auf Sie, das nicht Ihren Antreibern entspricht?
  • Seit wann zeigen Sie bestimmte Muster und wie haben Sie sie erworben?
  • Welche Fallstricke wollen Sie künftig vermeiden und was machen Sie anders?
  • Was bedeuten die Antreiber für Führung, Zusammenarbeit und Vielfalt?
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Sprechen wir über Kulturwandel – so, dass es auch einen Unterschied macht.

Kulturwandel ist in aller Munde. Aber was meinen wir eigentlich damit – und warum bleibt er so oft auf dem Papier?

Kulturwandel wird in Organisationen oft als Ziel formuliert, selten aber als konkreter Prozess gestaltet. Das Ergebnis: gut gemeinte Initiativen, die nach kurzer Zeit verpuffen – weil sie auf Oberflächen wirken, aber nicht in die Tiefe gehen.

Was Kultur wirklich ist

Organisationskultur ist nicht das, was auf Hochglanzpostern hängt. Sie ist das, was tatsächlich getan wird, wenn niemand hinschaut. Sie zeigt sich in täglichen Entscheidungen, in dem, was belohnt und was bestraft wird – explizit oder implizit.

Edgar Schein unterscheidet drei Ebenen: sichtbare Artefakte, proklamierte Werte und tief verankerte Grundannahmen. Kulturwandel, der nur die erste Ebene adressiert – neue Werte plakatieren, neue Rituale einführen – bleibt ohne nachhaltige Wirkung.

Warum Kulturwandel scheitert

  • Er wird als Kommunikationsprojekt behandelt, nicht als Entwicklungsprozess.
  • Führungskräfte sprechen über Kulturwandel, leben ihn aber nicht vor.
  • Strukturen und Anreize bleiben unverändert – und widersprechen der neuen Kultur.
  • Menschen werden nicht als Gestalter eingebunden, sondern als Empfänger behandelt.

Was einen Unterschied macht

Kulturwandel, der wirkt, beginnt mit ehrlicher Diagnose: Wo stehen wir wirklich? Er braucht Führungskräfte, die bereit sind, sich selbst zu verändern – bevor sie es von anderen verlangen. Und er braucht Zeit, Geduld und konsequentes Nachhalten.

Der entscheidende Schritt: Kultur nicht managen wollen, sondern Bedingungen schaffen, unter denen sie sich entwickeln kann.

Wenn Agil zum Dogma wird.

Agilität ist kein Allheilmittel – und ihre Ideologisierung schadet mehr als sie nützt.

Agile Methoden haben Organisationen viel gebracht: mehr Geschwindigkeit, mehr Kundennähe, mehr Lernorientierung. Doch wenn Agilität vom Werkzeug zum Glaubenssatz wird, kippt der Nutzen in sein Gegenteil.

Das Agilitäts-Paradox

Organisationen, die Agilität dogmatisch einführen, werden häufig weniger flexibel – nicht mehr. Sie ersetzen alte Starre durch neue: Statt bürokratischer Hierarchie entsteht methodische Orthodoxie. Wer Scrum hinterfragt, wird schief angeschaut. Wer Strukturen verteidigt, gilt als rückständig.

Was Agilität wirklich leistet – und was nicht

  • Agile Methoden funktionieren hervorragend in komplexen, lernintensiven Umfeldern.
  • In stabilen, standardisierbaren Prozessen sind klassische Strukturen oft effizienter.
  • Die Entscheidung für oder gegen Agilität sollte kontextabhängig sein – nicht ideologisch.

Ambidextres Management bietet hier einen hilfreichen Rahmen: Exploit und Explore nicht als Gegensätze, sondern als gleichwertige Dimensionen – mit bewusster Entscheidung, wann welcher Modus gefragt ist.

Strategische Kompetenzentwicklung – mehr als Trainingsplanung.

Kompetenzentwicklung, die wirkt, beginnt nicht im Seminarraum. Sie beginnt mit der Frage, welche Fähigkeiten eine Organisation morgen braucht.

Viele Organisationen investieren erheblich in Weiterbildung – und ernten trotzdem wenig. Der Grund: Kompetenzentwicklung wird reaktiv betrieben, losgelöst von Strategie und Identität der Organisation.

Was strategische Kompetenzentwicklung ausmacht

Sie beginnt mit der Frage: Wer wollen wir als Organisation sein – und was müssen unsere Menschen dafür können? Diese Verknüpfung von Strategie, Identität und Kompetenz ist der Kern eines wirkungsorientierten Ansatzes.

  • Kompetenzmodelle, die zur Organisationsstrategie passen – nicht von der Stange.
  • Diagnostik als Grundlage: Wo stehen wir, wo müssen wir hin?
  • Qualifizierung, die transferfähig ist – nicht nur kurzfristig aktiviert.
  • Evaluation: Was hat sich wirklich verändert?

Die drei Ebenen

Strategische Kompetenzentwicklung denkt gleichzeitig auf Ebene der Organisation, der Teams und der einzelnen Person. Nur wenn alle drei Ebenen berücksichtigt werden, entsteht nachhaltige Veränderung.

Identität stärken – Führung als Identitätsarbeit.

Wer führt, gestaltet nicht nur Prozesse. Wer führt, gestaltet Bedeutung – für sich selbst und für andere.

Führung wird oft als Funktion beschrieben: planen, entscheiden, delegieren, kontrollieren. Das ist nicht falsch – aber es greift zu kurz. Führung ist auch und vor allem Identitätsarbeit.

Warum Identität in der Führung zählt

Führungskräfte, die klar wissen, wer sie sind und wofür sie stehen, agieren konsistenter, glaubwürdiger und belastbarer. Sie müssen nicht für jede Situation eine neue Rolle erfinden – weil ihre Haltung der Anker ist.

Identität unter Druck

Gerade in Veränderungsprozessen gerät Identität unter Druck. Alte Rollen lösen sich auf, neue sind noch nicht klar. Führungskräfte, die in dieser Phase ihre eigene Identität nicht verankert haben, tragen die Unsicherheit in ihre Teams.

  • Selbstreflexion als Führungsaufgabe – nicht als Luxus.
  • Rollenwechsel bewusst gestalten statt erleiden.
  • Authentizität nicht verwechseln mit Unveränderlichkeit.

Markenidentitätsbasierte Organisationsentwicklung.

Was hat Markenidentität mit Organisationsentwicklung zu tun? Mehr, als die meisten vermuten.

Markenidentität ist nicht nur ein Thema für Marketingabteilungen. Sie ist der Ausdruck dessen, wofür eine Organisation steht – nach innen wie nach außen. Und genau dort, an der Schnittstelle von Identität und Entwicklung, entsteht nachhaltige Organisationsstärke.

Identität als Entwicklungskompass

Wenn Organisationen wissen, wer sie sind – was ihre Werte, ihre Stärken, ihr unverwechselbarer Beitrag ist – dann können sie Entwicklungsentscheidungen treffen, die kohärent sind. Nicht jede Innovation passt zu jeder Organisation.

Markenidentitätsbasierte Organisationsentwicklung nutzt die Klarheit der eigenen Identität als Rahmen: Was stärkt uns? Was würde uns verfremden? Wo müssen wir wachsen – und wo reicht Optimieren?

Ein Thema beschäftigt Sie?
Lassen Sie uns reden.

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